Migräne

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Berufstätigkeit und Migräne

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 4 Stunden und 16 Minuten aktiv

Ein Hallo an alle Betroffenen,
ich habe Lust, mich einmal über die Erfahrungen Berufstätigkeit und Migräne auszutauschen.
Für mich war und ist es nach über 35- jähriger Berufstätigkeit , ein großes Problem gewesen, damit zurecht zu kommen.

Meine persönliche Erfahrung (59 Antworten)

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  • Profilbild Bettina Frank vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    Gute Idee, liebe anno54. :) Fang doch schon mal an mit Deinen Erfahrungen…
    Du leidest ja schon fast 50 Jahre lang unter der Migräne und hattest dadurch sicherlich oft Probleme im Berufsleben, wie so viele andere auch.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild anno54 vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    Hallo Bettina,
    50 Jahre leide ich nun noch nicht an Migräne,ich bin 55 Jahre alt und arbeite noch. Die ersten 25 Jahe meiner Berufstätigkeit habe ich mich so durchlaviert, oft in fürchterlichen Elendszuständen.Das schlechte Gewissen spielte immer eine große Rolle, obwohl ich, im Vergleich zu meinen andern Arbeitskollegen, die an den verschiedesten Krankheiten litten, wenig gefehlt habe. Seit 11 Jahren bin ich selbstständig d.h. ich verdiene
    kein Geld, wenn ich nicht selbst arbeite, muss mich aber auch nicht vor Kollegen oden einem Chef rechtfertigen.
    Während der Arbeitszeit Triptane einnehmen hat mir meistens nicht geholfen, da ich mich doch in der Regel 1-2 Stunden hinlegen muss.
    Oft konnte ich auch nicht mehr selbst nach Hause fahren und habe auf dem Teppich gelegen und gewartet bis ich abgeholt wurde.
    Den Vorsatz es nicht mehr so weit kommen zu lassen, kann ich inzwischen weitgehend einhalten, aber trotzdem…………
    Grüße von ann54

  • Profilbild Bettina Frank vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    Liebe anno45,

    aber 46 Jahre leidest Du schon, wie Du im anderen Forum geschrieben hattest – auch viel zu lange.

    25 Jahre unter z.T. elenden Bedingungen arbeiten zu müssen – wie belastend! Hattest Du keine gute ärztliche Begleitung während dieser Zeit? Das völlig überflüssige schlechte Gewissen kommt noch zusätzlich erschwerend dazu.

    Ich kann seit 2 Jahren auch nur noch von zu Hause aus arbeiten. Wenn ich mir die Arbeit selbst einteilen kann, belastet sie mich nicht, ganz im Gegenteil. Jetzt noch in ein festes Arbeitsverhältnis eingebunden zu sein, könnte ich mir nicht mehr vorstellen. Trotz der Triptane und guter ärztlicher Betreuung würde es mich überfordern und die Attackenfrequenz nochmal erhöhen.

    Bist Du denn jetzt zufrieden mit Deiner selbstständigen beruflichen Tätigkeit? Wie viele Attacken im Monat hast Du denn?

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild mamutschka vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    ich kann das voll verstehen, leide ja selbst schon lange. ich habe immer ein schlechtes gewissen, wenn ich nicht in der lage bin zur arbeit zu gehen. manchmal sind es dann 3-4 tage an denen nichts geht. die kollegen sehen einen dann schief an, weil sie ja für mich mitarbeiten müssen. es ist ja keine büroarbeit, die vielleicht einen tag warten kann. aber ich kann jetzt einfach nicht mehr
    liebe grüße mamutschka

  • Profilbild Bettina Frank vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    Liebe mamutschka,

    schön, dass Du zu uns gefunden hast. :) Ehrlich gesagt, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, mit Migräne vor einer lauten Klasse stehen zu müssen.

    Du hast ja anscheinend alle ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft und trotzdem wird Dir kein Klinikaufenthalt genehmigt? Oder werden nur Königstein und Kiel abgelehnt? Kiel hat Kooperationen mit einigen Krankenkassen. Deine wird wahrscheinlich nicht dabei sein. Trotzdem kann man einen Klinikaufenthalt durchsetzen, wenn man nachweisen kann, dass keine anderen Möglichkeiten zur Therapie mehr bestehen. Bei einer so hohen Attackenfrequenz bist Du sicher im MÜK und brauchst dringend eine Medikamentenpause.

    Auch solltest Du über die Möglichkeit eines Antrags auf Schwerbehinderung nachdenken. Dadurch könntest Du eine Reduzierung Deiner Arbeitsstunden durchsetzen und früher in Rente gehen.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild mamutschka vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    hallo bettina,
    danke für deine antwort. ich habe bereits eine anerkannte schwerbehinderung von 50 und somit 2 wochenstunden weniger. ist schon gut, bringt aber auch nicht viel.
    ich brauche dringend eine entgiftung, möchte diese aber nicht zu hause machen. ich habe am donnerstag einen termin bei einem neurologen in berlin, den mir meine kasse empfohlen hat.
    mal sehen was es bringt. ich werde berichten.
    liebe grüße mamutschka

  • Profilbild Bettina Frank vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    Dann kann ich Dir nur Glück wünschen, dass der Neurologe Dir in irgend einer Weise weiterhelfen kann.

    Einen Medikamentenentzug (Entgiftung hört sich nicht so schön an und das ist es genau genommen ja auch nicht ;) ) sollte man wirklich am besten in einer Klinik machen. Ambulant ist der Erfolg oft nicht so gut und außerdem für einen selbst sehr schwierig.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild mamutschka vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    hallo bettina,
    ich bin auch gespannt auf morgen. ich hoffe, der aufwand nach berlin zu fahren lohnt sich.
    aber wer so lange leidet, versucht doch alles.
    der medizinische dienst hat kiel abgelehnt mit der begründung man könne alle behandlungen auch ambulant machen. die haben bestimmt noch nie migräne gehabt.
    ich habe gerade für den doc morgen mal zusammengestellt, was ich alles schon so versucht habe (es sind nur 15 verschiedene dinge ) von akkupunktur bis medikamente, alles ohne erfolg.
    im gegenteil, es werden immer mehr migränetage (jetzt bis zu 19 im monat)
    ich denke, dass es auch an den zu vielen schmerzmitteln liegt.
    liebe grüße mamutschka

  • Profilbild mamutschka vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    hallo, ich war ja nun am donnerstag in berlin bei einem neurologen.
    der doc schien mir sehr kompetent, alles was er sagte hatte hand und fuß. er wird sich jetzt um eine einweisung in die schlossparkklinik in berlin kümmern. dort soll alles noch einmal diagnistiziert werden, ein medikamentenentzug gemacht werden und dann noch einmal ein prophylaxeversuch mit topimarat versucht werden. ich hatte dieses medikament zwar schon vor einigen jahren und musste es dann wegen der nebenwirkungen absetzten. der doktor sagte mir, dass man dieses medikament vor einigen jahren viel zu hoch dosiert habe und daher die heftigen nebenwirkungen kamen. ich bin gespannt, ob das mit der klinik seinen gang geht. es ist mal wieder ein hoffnungsschimmer. ich werde mich voll darauf einlassen und an hilfe und linderung glauben. hat jemand von euch erfahrungen mit dieser klinik?
    liebe grüße mamutschka

  • Profilbild Bettina Frank vor 6 Monaten und 3 Wochen:

    Liebe mamutschka,

    ich freue mich für Dich, dass Du ein gutes Gefühl bei der Sache hast. Das ist eine ganz wichtige Voraussetzung.

    Wie hoch war das Topamax damals dosiert? Welche Nebenwirkungen hattest Du?

    Ich kenne die Klinik nicht, aber spezialisiert auf Migräne sind sie wohl nicht.

    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild mamutschka vor 6 Monaten und 2 Wochen:

    ich glaube ein gutes gefühl ist wichtig, wenn man eine sache angeht. ich weiß nicht mehr genau, wie das damals mit dem topimarat war, ist schon ein paar jahre her und ich habe schon so viel probiert.
    die klinik soll ein gute schmerzabteilung haben die besonders rückenschmerzen und migräne behandelt. für mich hört sich das alles gut an. ich hoffe, die kasse macht keine probleme, aber der doc will ja alles in die wege leiten.
    liebe grüße mamutschka

  • Profilbild Bettina Frank vor 6 Monaten und 2 Wochen:

    …dann halte ich Dir die Daumen, dass es ganz schnell und komplikationslos klappt mit Deinem Klinikaufenthalt.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Adracir vor 6 Monaten und 1 Woche:

    Hallo zusammen!
    Ich arbeite seid 10 Jahren als Erzieherin im Kindergarten. Mir macht die Arbeit eigentlich Spaß, aber seid ich dort arbeite ist meine Migräne (die ich seid meinen 7Lebensjahr habe) wesentlich schlimmer geworden. Das arbeiten mit bis zu 20 Migräne Tagen wird immer anstrengender.
    Ich bin schon seid längeren am überlegen etwas anderes zu machen, aber was?
    Immer mit der Hoffnung das die Migräne dann besser wird.
    Wird man eigentlich von irgendeiner Stelle unterstütz, wenn man aus Gesundheitlichen Gründen sich Beruflich verändern will?
    Hat jemand in der Richtung schon Erfahrungen gesammelt?
    Liebe Grüße Rica

  • Profilbild Bettina Frank vor 6 Monaten und 1 Woche:

    Liebe Rica,

    die Arbeit im Kindergarten ist sicher sehr anstrengend, umso mehr, wenn man mit Schmerzen zu kämpfen hat. Dass Du seit 10 Jahren mehr Migräne hast, muss nicht unbedingt mit Deiner Arbeit im Kindergarten zu tun haben. Es ist so wichtig, dass die Arbeit Spaß macht und daher würde ich Dir raten, Dich intensiv dafür einzusetzen, dass die Migräne besser wird. Arbeitswechsel ist keine Therapie, denn keiner kann Dir garantieren, dass ein Wechsel etwas verbessern könnte. Du müsstest eventuell eine neue Ausbildung beginnen, was auch nicht stressfrei ist und wärest dann auf Arbeitssuche

    Mit 20 Migränetagen im Monat läuft hier was schief. Bist Du in Behandlung bei einem Schmerztherapeuten, einem Neurologen? Welche Prophylaxen hast Du schon versucht? Es gibt immer noch Möglichkeiten, die Du vielleicht noch nicht ausgeschöpft hast.

    Hier gibt es Beratung zum beruflichen Wechsel aus gesundheitlichen Gründen, dies sollte aber jetzt mal nicht im Vordergrund stehen: http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_18526/DRVB/de/Inhalt/Beratung/reha__beratungsdienst/reha__beratungsdienst/reha__beratungsdienst__bund.html

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Adracir vor 6 Monaten und 1 Woche:

    Hallo Bettina!

    Danke für deine Antwort und den Link.
    Ich bin zurzeit beim Neurologen in Behandlung. Probiert habe ich, ohne Erfolg verschiedene Antidepressiva, Betablocker und Topamax. Etwas Linderung brachte mir Akupunktur ,aber nur kurzfristig. Homöopathie , Pestwurz brachten leider auch nicht viel.
    Ich versuche regelmäßig Autogenes Training, gelingt mir aber nicht immer. (genau wie leichten Sport)
    Ich war vor 4 Jahren 6 Wochen in der Reha, gebracht hat es nichts.
    Zurzeit bin ich ne Woche Krank geschrieben, weil ich nur noch Migräne hatte.
    Wir haben einen Kinderwunsch, weshalb eine Medikamentöse Prophylaxe zurzeit schlecht ist. Ich habe die Hoffnung, wenn es dann mal klappt, das die Migräne dann besser wird.
    Ich glaube eine andere Berufliche Perspektive wäre trotzdem nicht schlecht.
    Habe Momentan das Gefühl, durch die ständigen Schmerzen, kurz vorm Burn out zu stehen.
    Weiß einfach nicht, was ich noch machen soll.
    Liebe Grüße Rica

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