Migräne

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Med.-Vorbeugung

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Möglichkeiten und Grenzen?

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Botoxbehandlung (40 Antworten)

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  • Profilbild ronja vor 5 Monaten und 2 Wochen:

    Hallo, habe in den neuen Buch von Prof. Göbel gelesen, dass Studien vorliegen, die eine vorbeugende Wirkung bei Migräne, belegen.
    Wird die Behandlung von den Kassen übernommen, wenn nicht kann mir jemand mitteilen, mit welchen Kosten man da rechnen muß?
    Vielen Dank
    Ronja

  • Profilbild Bettina Frank vor 5 Monaten und 2 Wochen:

    Liebe Ronja,

    Botox ist zur Behandlung von Migräne noch nicht zugelassen und wird deshalb von den Krankenkassen nicht übernommen.

    Eine Einheit Botox (ausreichend für eine Behandlung) kostet ca. € 350,-, zuzüglich der Behandlungskosten durch den Arzt. Sehr wichtig ist, dass die Behandlung ein erfahrener Arzt (Neurologe) durchführt. Werden nicht die richtigen Stellen behandelt, bleibt die Wirkung aus.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild ronja vor 5 Monaten und 2 Wochen:

    Hallo Bettina,
    vielen Dank für die schnelle antwort. Kannst DU mir evtl. noch sagen wie hoch die Behandlungskosten durch den Arzt sind? Würde mich dann wohl an die Klinik in Kiel wenden, denn ich denke das hier erfahrungswerte im Umgang mit Botox vorliegenen bzw könnte ich mich an die Klinik wenden und fragen, ob man mir einen Neurologen im meiner Nähe empfehlen kann. Hat jemand hier im Forum schon Erfahrungen mit einer Botoxbehandlung gemacht?
    LG
    Ronja

  • Profilbild Bettina Frank vor 5 Monaten und 2 Wochen:

    Liebe Ronja,

    frag doch einfach mal in Kiel nach, wie hoch die Kosten wären. Hier kann ich Dir nämlich keine standardisierten Kosten nennen. Es kommt darauf an, welche Untersuchungen vorher und parallel gemacht werden. Das ist ja doch bei jedem unterschiedlich.

    Ich mache seit vielen Jahren gute Erfahrungen mit der Botoxbehandlung. Allerdings reicht bei mir Botox alleine nicht aus; ich bekomme es als zusätzliche Therapie.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Hanah vor 5 Monaten und 1 Woche:

    Hallo Bettina,
    hallo liebes Forum,

    hab gerade den Bericht auf der Pinnwand gelesen, das wäre ja zu schön um wahr zu sein: falten- und migränefrei *jubel* ;-) ))

  • Profilbild Bettina Frank vor 5 Monaten und 1 Woche:

    Liebe Hanah,

    ich bekomme schon seit einigen Jahren Botox und möchte es nicht mehr missen. Die “Zornesfalte” habe ich von Haus aus nicht, kann in dieser Hinsicht daher nicht profitieren. ;) Die meisten Injektionen sind im Kopfbereich, Schläfen, Stirn, Nacken und Schultern. Davor benötigt man eine eingehende Untersuchung von einem erfahrenen Facharzt. Falsch gesetzte Injektionen bringen nichts, zumindest nichts für die Migräne. ;)

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Hanah vor 5 Monaten und 1 Woche:

    Echt, Du bekommst das schon seit Jahren? Dann scheint es Dir ja tatsächlich zu helfen, das ist ja super! Freut mich für Dich! :-)

    Ich werd mich mal in den nächsten Wochen/Monaten auf die Suche nach einem Arzt machen, der sich damit auskennt. Meinem Neurologen brauch ich damit nicht kommen, der wollte mir ja nicht mal Micardis verschreiben..

  • Profilbild ronja vor 5 Monaten und 1 Woche:

    Hallo Bettina, wie hat sich denn das Botox bei Dir aúf die Migräneanfälle ausgewirkt?
    Lieben Gruß
    Ronja

  • Profilbild Bettina Frank vor 5 Monaten und 1 Woche:

    Bei mir beginnen viele Attacken vom Nacken und den Schultern her und ziehen nach oben in den Kopf. Erst sitzen die Schmerzen im Occipitalis und ziehen dann auf eine Seite im Kopf. Diese Art der Schmerzen und des Migränebeginns haben sich seit den Behandlungen so enorm gebessert, dass ich nun regelmäßig alle 3 – 5 Monate zur Behandlung gehe. Ich habe es auch schon versucht, nur allein mit Botox vorzubeugen, das reicht bei mir aber leider nicht aus. Ich brauche noch eine zusätzliche Prophylaxe, um unter 10 Migränetagen im Monat bleiben zu können.

    Hanah, die Suche nach einem erfahrenen Arzt ist sehr wichtig, kann ich nur immer wieder betonen.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Bettina Frank vor 4 Monaten und 4 Wochen:

    Beitrag von Nanni:

    Hallo, ich bin neu hier und suche Hilfe. Und zwar habe ich seit über 30 Jahren Migräne und jetzt – in den Wechseljahren, wo es ja eigentlich besser werden wenn nicht ganz aufhören sollte , kam zu meinen bekannten Triggern ein neuer hinzu. Nach Inanspruchnahme der Hals- /Oberarm-/Schultermuskulatur – sei es durch Hausarbeiten wie z. B. Bügeln oder auch nach Yogaübungen, die speziell diesen Bereich beanspruchen bekomme ich einige Stunden danach einen Migräneanfall. Ein Röntgenuntersuchung bzw. nach dem MRT hat sich gezeigt, dass ich stark abgenutzte Bandscheiben, eine Verengung des Spinalkanals sowie Bandscheibenvorfälle an der HWS habe. Das erklärt wohl die Schmerzhäufigkeit und ich versuche nun, kaum noch etwas zu arbeiten, keinen Sport zu machen und mich auch sonst sehr ”sparsam” zu bewegen. Das kann aber wohl keine Dauerlösung sein, daher habe ich mich eigentlich zu einer Bandscheibenoperation entschlossen. Vom Spezialisten wurde ich jedoch nun dahingehend gebeten, mich vor einer evtl Operation mit einem Spezialisten für Botoxbehandlung in Verbindung zu setzen und zuerst mal diese wohl ”harmlosere” Methode auszuprobieren, die Halsmuskel für einige Zeit ”auszuschalten” damit sie nicht mehr verkrampfen können, Nun suche ich also einen Arzt/Klinik, die so eine Botox-Spritzung vornimmt. Wer hat damit Erfahrung bzw. kennt so eine Klinik, möglichst im süddeutschen Raum (Stuttgart, Heilbronn, Ludwigsburg)???

  • Profilbild Bettina Frank vor 4 Monaten und 4 Wochen:

    Beitrag von Flexibel:

    Hallo, Nanni !

    Mit einer Botox-Anwendung hinsichtlich der Nackenmsuskulatur habe ich keine Erfahrungen.
    Bei mir wurde Botox in die mimische (Gesichts-)Muskulatur gespritzt, um einen Spannungskopfschmerz in den Griff zu bekommen. Hat leider nichts gebracht.
    Muskelverspannungen habe ich aber nach einiger Zeit mit Gymnastik, Wärme und vermutlich auch mit der Einnhame von Magnesium in den Griff bekommen. Entspannungsübungen nach Jacobson tun ihr übriges. Hast Du damit schon Erfahrungen gemacht ? Eine Operation am Rücken/nacken sollte nach meiner Ansicht die letzte Lösung sein.

    Welchen Therapieweg hast Du hinsichtlich Deiner Migränetherapie eingeschlagen ? Findet eine Mgräneprohylaxe statt ?
    Eventuell könnte damit Deine Migräneanfälligkeit bzw. Häufigkeit vermindert werden.

  • Profilbild Bettina Frank vor 4 Monaten und 4 Wochen:

    Beitrag von Heika:

    Hallo Nanni,

    zu Botox kann ich dir leider nichts sagen, aber ich würde dir zu einer guten Krankengymnastik raten oder hast du das schon gehabt? Wichtig ist, dass man zwar auf der einen Seite die verspannten Muskeln entspannt (durch Dehnübungen, Vermeidung von Fehl- und Schonhaltungen, richtige Position des Kopfes beim Schlafen, Wärmeanwendungen usw.), auf der anderen Seite ist ein gewisses Maß an Bewegung durchaus hilfreich, es müssen nur die RICHTIGEN Übungen sein.

    Es gibt auch Tabletten, die zur Muskelentspannung beitragen, wobei eine gezielte lokale Behandlung natürlich am effektivsten sein wird.
    Ich selber hatte mal mit extremen Verspannungen im Nackenbereich zu tun und wurde beim Hausarzt ”gequaddelt”. Da wird ein schmerzstillendes Mittel direkt unter die Haut gespritzt, und zwar in dem ganzen Bereich, der verspannt ist. Man bekommt also viele Piekser, nicht sehr angenehm, aber für mich damals durchaus hilfreich.

    Wichtig ist, dass der Kreislauf von Schmerz und Verspannung, dadurch noch mehr Schmerz und noch mehr Verspannung unterbrochen wird.

    Gute Besserung!

    Heika

  • Profilbild Bettina Frank vor 4 Monaten und 4 Wochen:

    Liebe Nanni,

    ich habe Deinen Beitrag nun hierher versetzt, damit er nicht untergeht. ;)

    Hier ist eine Liste mit Schmerzspezialisten bundesweit: http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/vor-und-nachsorge/ Vielleicht bietet einer dieser Ärzte auch Botoxbehandlungen an und kann Dir weiterhelfen. Persönlich kenne ich im Süden nur einen Arzt in München, den man empfehlen könnte. Ich selbst fahre aus dem Süden zur Botoxbehandlung nach Kiel. :)

    Du musst bei dieser Art der Behandlung halt bedenken, dass sich eine Stenose dadurch nicht zurückbilden kann. Einen Versuch ist es aber sicher wert, da Dein Arzt es für sinnvoll erachtet.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild susannetappertzhofen vor 4 Monaten und 3 Wochen:

    Liebe Bettina, Heika, Flexibel, vielen Dank für Eure vielen gut gemeinten Ratschläge. Aber wie schon gesagt habe ich seit sehr langer Zeit Migräne, daher auch sehr ,sehr viel Erfahrung mit sehr, sehr vielen Methoden, Mitteln, Arzneien, Übungen etc. Ich habe auch schon 4 Wochen Migräne-Klinik in Königstein hinter mir, was mir sehr viel gebracht hat. Immerhin habe ich von ca. 20 Migränetagen im Monat nach dem Klinikaufenthalt lange Zeit nur noch ca. 5 – 8 Tage monatlich mit Migräne. Allerdings ist eben jetzt durch meine Bandscheibenprobleme und die Spinalkanalstenose alles viel schlimmer geworden (bin wieder bei mindestens 10 – 15 Tagen), so dass auch meine derzeitig eingenommenen und angewendeten “Hilfsmittel” wie Topamax, Betablocker, Tolperison, Magnesium, Gingko sowie regelmäßige Yogaübungen und tägliches Meditieren nicht mehr helfen. D. h. ohne dies alles hätte ich vielleicht täglich Migräne, wer weiß!?
    Nanni

  • Profilbild Hartmut Göbel vor 4 Monaten und 3 Wochen:

    Verschiedene Schmerzerkrankungen gleichzeitig erschweren die Behandlung und können diese gegenseitig behindern. Stehen jetzt Rückenschmerzen im Vordergrund, muss deren Therapie geklärt werden. Bei Spinalkanalstenose und Bandscheibenvorfall ist Botulinumtoxin wenig zielführend. Hier sollte durch einen Neurochirurgen die Behandlung und evtl. operative Therapie geklärt werden.
    Sollte eine operative Behandlung nicht sinnvoll sein, muss eine wirksame Schmerztherapie aufgebaut werden. Problem dabei: Schmerzmittel gegen die Rückenschmerzen können bzgl. der Migräne wieder zum Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch führen. Daher müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Falls erforderlich, ist auch eine Einstellung auf sog. retardierte Opioidanalgetika denkbar. Bei letzteren ist die Entstehung eines MÜK wenig wahrscheinlich.
    Auf http://www.schmerzklinik.de findet sich eine Liste von erfahrenen Schmerztherapeuten in ihrem Bundesland.

    Hartmut Göbel

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